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Gute Beispiele NRW

Auf dieser Seite stellt die Aktionsplattform Familie@Beruf.NRW gute Beispiele von Unternehmen, Initiativen oder Projekten aus NRW vor, die sich in besonderem Maße für die Themen Familie und Beruf engagieren.

Modellprojekt 'Sonne, Mond und Sterne' - Lösungsansätze zur ergänzenden Kinderbetreuung

Das Modellprojekt „Sonne, Mond und Sterne“ des VAMV NRW zur ergänzenden Kinderbetreuung für Alleinerziehende in Essen startete im September 2014. Alle Plätze sind bereits vergeben. Es ermöglicht Alleinerziehenden eine qualifizierte Ausbildung z.B. als Altenpflegerin oder die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit im Dienstleistungsbereich. Die Mitarbeiterinnen beraten Alleinerziehende zu Möglichkeiten einer ergänzenden Betreuung oder vermitteln Kinderfeen, die am Wochenende, nachts, frühmorgens und abends, also immer dann, wenn Kitas, Kindertagespflege, Schulen und OGS geschlossen sind, die fehlende Kinderbetreuung übernehmen. Ohne ergänzende Kinderbetreuung und ohne die Unterstützung eines Partners ist es für Alleinerziehende oftmals sehr schwierig, den Anforderungen von Schichtarbeitsplätzen gerecht werden zu können.

Kinderbetreuung für viele Alleinerziehende nicht bedarfsgerecht

Cover des Flyers

Quelle: VAMV

Die Angebote der Regelbetreuung in Kita und Schule passen oftmals nicht zu den Arbeitszeitanforderungen von Alleinerziehenden, vor allem in frauentypischen Berufen:
  • Frühschichten im Krankenhaus
  • Nachtschichten in Pflegeeinrichtungen
  • Wochenenddienste im Einzelhandel
  • Abendschichten in der Gastronomie

Bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote sind aber das A und O, damit Alleinerziehende ihre und die Existenz ihrer Kinder durch Erwerbsarbeit sichern können. Sie sind Voraussetzung für:

  • einen Wiedereinstieg
  • eine berufliche Ausbildung
  • oder Qualifizierung
  • eine Verlängerung des Arbeitsvertrages
  • eine dringend benötigte Stundenaufstockung

Hier setzt unser 3-jähriges Modellprojekt „Sonne, Mond & Sterne“ in der Stadt Essen an. Gemeinsam mit einigen Alleinerziehenden, die an dem Projekt teilnehmen, wollen wir herausfinden, wie eine bedarfsgerechte, ergänzende Betreuung gelingen kann.

Projektbaustein: Vermittlung von Kinderfeen

„Sonne, Mond & Sterne“ vermittelt ergänzende Betreuung zu Kita und Offenem Ganztag:

  • Die Betreuungspersonen – unsere Kinderfeen – begleiten die Kinder in den Tag und bringen sie zur Schule oder Kita.
  • Die Kinderfeen holen die Kinder von der Schule oder Kita ab und lassen mit ihnen den Tag ausklingen.
  • Die Kinderfeen übernachten im Haushalt der Familie.

Wir bieten die Betreuung im Haushalt der Alleinerziehenden an, damit die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können und sich nicht in zusätzliche Gruppenkonstellationen einfinden müssen. Die Kinderfeen werden von uns auf ihre Aufgaben gut vorbereitet und laufend von unserer Fachberaterin unterstützt.

Projektbaustein: Beratung und Coaching

Ergänzende Kinderbetreuung ist nur eine Lösung zur Existenzsicherung. Gespräche und Überzeugungsarbeit mit Ausbildungsstätten, Arbeitgebern, Schulen oder Kindertageseinrichtungen eröffnen oftmals neue Möglichkeiten. Zum Beispiel könnten Arbeitszeiten so angepasst werden, dass familiäre Belange stärker berücksichtigt werden.

„Sonne, Mond & Sterne“ beinhaltet deswegen neben der Vermittlung von Kinderfeen ein Beratungs- und Coachingangebot für Alleinerziehende. Dieses ermöglicht eine weitergehende Betrachtung der aktuellen Familiensituation und ebnet den Weg für weitere, über die Kinderbetreuung hinausgehende Lösungen.

Mögliche Themen sind:

  • Veränderung der Arbeitszeiten
  • Wechsel des Arbeitsplatzes
  • Weiterqualifizierung oder Umschulung
  • Umzug
  • Nachbarschaftshilfe

Wir sind überzeugt: Alleinerziehende haben ein Recht auf Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Dazu brauchen sie flexible Lösungen zur ergänzenden Kinderbetreuung

Das ist unser Anliegen:

  • Wir wollen dazu beitragen, dass Transferleistungen und Kinderarmut in Einelternfamilien verringert werden.
  • Wir wollen herausfinden, wie gute ergänzende Betreuung gelingen kann. Zentral dabei sind die Bedürfnisse der Kinder und Familien.
  • Wir wollen mit den Ergebnissen des Projekts einen Beitrag in der gesellschaftlichen Diskussion über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie leisten.

So gehen wir vor:

  • Wir verknüpfen ein flexibles Angebot zur ergänzenden Betreuung mit einer ressourcenorientierten Beratung von Alleinerziehenden.
  • Wir suchen, qualifizieren und vermitteln „Kinderfeen“, die im Haushalt der Alleinerziehenden ergänzende Kinderbetreuung anbieten.
  • Wir erschließen Ressourcen im sozialen Umfeld der Alleinerziehenden, die mit dazu beitragen, die Ausgangslage in der Kinderbetreuung zu verbessern.
  • Wir initiieren Verhandlungen mit Arbeitgebern, damit die Bedarfe der Alleinerziehenden bei der Gestaltung der Arbeitszeit berücksichtigt werden.
  • Wir werben bei Kooperationspartnern und in Netzwerken für unsere Idee.

Wir freuen uns, wenn Alleinerziehende, Mitarbeiter/innen von Beratungsstellen und JobCentern, Gleichstellungsbeauftragte, Vertreter/innen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung ihre Anregungen und Fragen mit uns diskutieren.

Gerne informieren wir Sie über das Projekt und unsere Erfahrungen.

Verband allein erziehender Mütter und Väter
Landesverband Nordrhein-Westfalen
(VAMV NRW)
Rellinghauser Str. 18, 45128 Essen
www.vamv-nrw.de

Ansprechpartnerinnen für das Modellprojekt:
Sung Sauter-Mehlan
Beratung und Vermittlung
Tel.: 0201 / 82774-84
E-Mail: sauter-mehlan@vamv-nrw.de

Marion Hering
Projektsteuerung
Tel.: 0201 / 82774-72
E-Mail: hering@vamv-nrw.de

Das Modellprojekt mit 3-jähriger Laufzeit wird von der Walter Blüchert Stiftung gefördert und ist Teil eines bundesweiten Gesamtprojektes. Ergänzend gefördert durch: Gemeinnützige Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation.

Informationen zum Modellprojekt 'Sonne, Mond und Sterne' (PDF)

pro Wirtschaft GT: Praxisbeispiele familienfreundlicher Unternehmen

Das Lokale Bündnis für Familie im Kreis Gütersloh hat im Dezember 2014 eine neue Broschüre mit Best-Practice-Beispielen familienfreundlicher Unternehmen und Institutionen im Kreis Gütersloh veröffentlicht. Die individuellen Lösungen und praxisnahen Ideen stammen von Unternehmen, die in den letzten Jahren am Wettbewerb "familie gewinnt" teilgenommen haben.

Insgesamt haben sich von 2007 bis 2013 nunmehr 116 Unternehmen und Institutionen beteiligt. 18 davon zeigten mit ihrer wiederholten Teilnahme am Wettbewerb, dass ihnen das Thema Familienfreundlichkeit nachhaltig wichtig ist und sie fortlaufend ihre Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterentwickeln.

Familienfreundlichkeit fördert Motivation der Mitarbeitenden

Von einer familienbewussten und lebensphasenorientierten Personalpolitik profitieren nicht nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitenden die wichtige Balance zwischen Kindererziehung, Pflege und Beruf ermöglichen, gewinnen ebenso, denn Familienfreundlichkeit ist weit mehr als eine Strategie gegen demografischen Wandel und Fachkräftemangel: Sie fördert Motivation und Identifikation, Sinnerfüllung und Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden. Darüber hinaus stärkt sie Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und steigert die Kundenbindung.

Fester Bestandteil vieler Unternehmen

In dieser Publikation stellt das Lokale Bündnis für Familie im Kreis Gütersloh - eine Kooperation der Bertelsmann Stiftung, des Kreises Gütersloh und der pro Wirtschaft GT GmbH - die zahlreichen Möglichkeiten familienfreundlicher Maßnahmen und Konzepte vor, die für die Region ein wichtiger Standortfaktor und im Kreis Gütersloh bereits fester Bestandteil vieler Unternehmen sind. Es zeigt sich erneut, dass eine familienfreundliche Unternehmenskultur einen hohen Nutzen hat und unabhängig von der Unternehmensgröße umsetzbar ist – dies stellen die aufgeführten Betriebe und Institutionen eindrucksvoll dar.

Diese Praxisbeispiele aus dem Kreis Gütersloh dienen als Inspiration, als Fundgrube für Anregungen und laden zum Nachahmen ein.

Die Broschüre gibt es bei Elke Pauly, Telefon: 05241 851092 oder auf www.pro-wirtschaft-gt.de.

www.pro-wirtschaft-gt.de/praxisbeispiele-familienfreundlicher-unternehmen

Pflegend Beschäftigte im Team – ein Orientierungsleitfaden für Führungskräfte

Mehr als zwei Millionen Menschen gelten als pflegebedürftig. Etwa zwei Drittel werden zuhause von ihren Angehörigen gepflegt. Wer berufstätig ist und pflegt, ist besonderen Belastungen ausgesetzt. Hier setzt das Projekt "Netzwerk pflegend Beschäftigte - Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu pflegenden Angehörigen werden" an und bietet Lösungen – für Beschäftigte und Unternehmen.

Anfang 2013 haben die Altenheime der Stadt Mönchengladbach GmbH gemeinsam mit der Konkret Consult Ruhr GmbH das Projekt gestartet. Ziel ist eine sektorübergreifende Zusammenarbeit der teilnehmenden Unternehmen und Dienstleister aus dem Gesundheits- und Pflegebereich im Raum Mönchengladbach. Das Projekt wird durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Es orientiert sich am (Arbeits-)Alltag der pflegend Beschäftigten und soll über bisherige Ansätze, die lediglich auf Beratung und Information abzielen, hinausgehen. Damit soll die Arbeitsfähigkeit und Produktivität der pflegend Beschäftigten in den Betrieben unterstützt und der Fachkräfteverbleib in den Unternehmen gesichert werden.

Vier PflegeberaterInnen der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH – ein Tochterunternehmen der Altenheime der Stadt Mönchengladbach – bieten Hilfesuchenden Informationen, neutrale Beratung, passgenaue Angebote rund um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und Begleitung an. Wenn sich beispielsweise der Besuch des MDK ankündigt, Pflegeleistungen beantragt werden müssen oder eine kritische Situation am Arbeitsplatz zu lösen ist, stehen die BeraterInnen den Betroffenen mit gezielten Unterstützungsangeboten vor Ort zur Seite. Außerdem vermittelt das Beratungszentrum Kurzzeit- und Tagespflegeplätze, nimmt auf Wunsch Kontakt zu Fachärzten auf und bietet Pflegeschulungen an.

Die Beratungsleistungen sind im Rahmen des Projektes für die Unternehmen und die Beschäftigten kostenlos. 
Auch für UnternehmerInnen bietet das Netzwerk einiges, so zum Beispiel Workshops sowie regelmäßige Informationsabende rund um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Best Practice Berichte von Unternehmen zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung,  Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Tipps für Führungskräfte im Umgang mit durch Pflege belastete Mitarbeitende sind nur einige der hier diskutierten Themen.

Ergebnis eines Workshops mit verschiedenen Unternehmen ist ein Gesprächsleitfaden für fürsorgliche Gespräche. Fällt einer Führungskraft auf, dass ein Mitarbeiter seit geraumer Zeit müde und abgespannt zur Arbeit kommt, tritt nicht selten eine Unsicherheit auf, wie nun mit dieser Situation umzugehen ist. Spricht man es direkt an? Wie macht man das am besten, ohne direkt mit der Tür ins Haus zu fallen? Der vom Netzwerk pflegend Beschäftigte entwickelte Leitfaden gibt Führungskräften eine gute Orientierung, wie sie in einen guten Kontakt mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen treten und eine passende Gesprächsatmosphäre schaffen können.

Informationen zum "Netzwerk pflegend Beschäftigte"

Pflegend Beschäftigte im Team – ein Orientierungsleitfaden für Führungskräfte (PDF)

Mobile Eltern-Kind-Büros an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Angestellte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf können beim FamilienBeratungsBüro sogenannte "Mobile Eltern-Kind-Büros" leihen. Auf rollbaren Wagen findet sich alles Notwendige um das eigene Büro zu einem Eltern-Kind-Raum umzugestalten. Neben Spielsachen, einer Wickelauflage, einem Reisebett, einem Flaschenwärmer und einem Erste-Hilfe-Kasten sind die Einheiten gefüllt mit Material, um das Büro auch für ein Kind sicher zu gestalten. Die Mobilen Eltern-Kind-Büros werden kostenlos und nach Anmeldung im FamilienBeratungsBüro zur Verfügung.

mobiles eltern-kind-büro

So soll die Betreuung oder Versorgung des Kindes am Arbeitsplatz in Ausnahmesituationen ermöglicht werden. "Diese neue und einzigartige Lösung macht die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zu einem noch familienfreundlicheren Arbeitsplatz", sagte Prof. Dr. Ricarda Bauschke Hartung, Prorektorin für Gleichstellung, bei der Vorstellung des Angebotes.

Die Wagen bieten den Eltern eine hohe Flexibilität auf dem Campus und sind eine mobile Alternative zu den Eltern-Kind-Räumen. "Es ist uns wichtig zu zeigen, dass Familien in unserer Universität nicht nur willkommen sind, sondern zum alltäglichen Bild einer sich fortwährend entwickelnden Hochschule gehören", heißt es im FamilienBeratungsBüro.

Die Mobilen Eltern-Kind-Büros sind ein Pilotprojekt, das es in dieser Form an keiner anderen Hochschule in Deutschland gibt. Es ist ein weiterer und sinnvoller Baustein auf dem Weg zu einer Hochschule, die für Familien barrierefrei werden möchte.

Informationen gibt das FamilienBeratungsBüro der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

TÜV Rheinland für Chancengleichheit im Beruf ausgezeichnet

Initiative Total E-Quality zeichnet Prüfunternehmen für umfangreiches Angebot zur Gleichberechtigung der Geschlechter aus / Frauenanteil von 38 Prozent

TÜV Rheinland hat das Total E-Quality-Prädikat für Chancengleichheit im Unternehmen erhalten. Der international tätige Prüfdienstleister für Qualität und Sicherheit wurde von der Jury des gleichnamigen Vereins mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft für sein umfangreiches Angebot an Maßnahmen zur Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen ausgezeichnet. Dazu zählen bei TÜV Rheinland mit seinen 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter anderem Informationsveranstaltungen für die Belegschaft zum Thema Diversity, Fortbildungen und Coaching für Führungskräfte, der Aufbau eines internen Netzwerks für Frauen, Mentoringprogramme für Frauen auf dem Weg in Führungspositionen sowie Angebote rund um die Vereinbarkeit Familie und Beruf.

„Das Prädikat erhalten wir als Unternehmen für unser beispielhaftes Handeln im Sinne einer Personalführung, die an Chancengleichheit ausgerichtet ist“, so Thomas Biedermann, Personalvorstand der TÜV Rheinland AG. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Förderung von Frauen in Führungspositionen seien Schwerpunkte der künftigen Personalarbeit. „38 Prozent unserer Belegschaft sind Frauen. Und jede sechste Führungsposition ist mit einer Frau besetzt. Diesen Anteil wollen wir weiter steigern.“

Eva Maria Roer, Vorsitzende des Vereins Total E-Quality in Deutschland: „Die Führungspersönlichkeiten unserer Prädikatsträger haben erkannt, dass gelebte und in der Organisation fest verankerte Chancengleichheit zu mehr Erfolg führt.“ TÜV Rheinland wurde als eine von 57 Organisationen für seine Personalpolitik ausgezeichnet. Das Prädikat für Gleichberechtigung in Organisationen und Unternehmen wird seit 1997 jährlich vergeben. Es gilt für jeweils drei Jahre und beruht auf einem freiwilligen Selbstcheck. Unterstützt wird die Initiative von der Bundesregierung.

TÜV Rheinland ist ein weltweit führender unabhängiger Prüfdienstleister mit über 140 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten 18.000 Menschen in 66 Ländern weltweit. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 1,6 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität, Effizienz und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt in fast allen Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte und Prozesse für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption.

www.tuv.com/presse

Familienfreundliche Personalpolitik bei der StädteRegion Aachen

Wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen kann – dieses Thema beschäftigt viele Eltern. Um ihren Bedürfnissen und Erwartungen gerecht zu werden, hat sich die StädteRegion Aachen an der Entwicklung eines systematischen WiederEinstiegs-Managements („WEM“) nach einer familienbedingten Auszeit beteiligt.

Netzwerk W - Wiedereinstieg in den Beruf

Der Gedanke dahinter: zur familienfreundlichen Personalpolitik gehört auch ein verbindliches, verlässliches und gut durchdachtes Instrument zum Wiedereinstieg nach einer Auszeit. Deshalb soll das WEM die gesetzlichen, tariflichen und hausinternen Regelungen zur Personalentwicklung ergänzen. Das Management richtet sich an alle Beschäftigten der StädteRegion Aachen, die sich in einer familienbedingten Auszeit befinden und an ihre Begleitpersonen, z.B. Vorgesetzte, PersonalvertreterInnen, Gleichstellungsbeauftragte etc.
Die Regelungen werden in Form einer Dienstvereinbarung geschlossen, so ist die Anwendung des WEM verpflichtend, verlässlich und transparent geregelt.

Weitere Informationen zum Wiedereinstiegsmanagement – zu seiner Bedeutung und Anwendung – bietet folgende Broschüre: WiederEinstiegsManagement

Einweihung der Pflegesäule und Demenzparcours

Die Meisten verbinden mit Familienfreundlichkeit an Hochschulen primär Maßnahmen und Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung. Doch Familienfreundlichkeit ist mehr – denn Verantwortung für Familie hat viele Gesichter.

Pflegesäule

Es liegt im Interesse der Universität zu Köln, Beschäftige mit Pflegeverantwortung dabei zu unterstützen, ihre Pflegeaufgaben mit ihren beruflichen Verpflichtungen vereinbaren zu können. Als Arbeitgeberin hat sie erkannt, dass gelebte Familienfreundlichkeit auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege umfassen muss.

Die Pflegesäule ist eine begehbare Informationssäule, die Interessierte zum Thema Pflege bzw. Vereinbarkeit von Beruf und Pflege informiert. Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich anhand der aushängenden Poster und Flyer oder über unsere Medienstation mit Beiträgen rund um Vereinbarkeit. Zu sehen gibt es z.B. Interviews mit der Gleichstellungsbeauftragten, pflegenden Beschäftigten, der Beratungsperson vom Dual Career & Familie Support und weiteren.

Daneben gibt es die Möglichkeit, in unserem Demenzparcours die Erfahrungswelt von Demenzkranken nachzuempfinden. An verschiedenen Stationen können Sie anhand verschiedener Selbsterfahrungs-Boxen ausprobieren, wie Demenzkranke ihre Umwelt wahrnehmen. Daran anschließend findet für Angehörige von Demenzkranken ein Workshop statt.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Johanna Lissek unter J.Lissek@verw.uni-koeln.de

Treffen zur Vorbereitung einer Familiengenossenschaft Nordeifel-Euskirchen

"Sie hier sind die Pionier-Unternehmer." Mit diesen Worten begrüßte die Vorstandsassistentin und zuständige Projektleiterin Gisela Caspers die Vertreter von 16 Unternehmen und Institutionen beim Vortreffen zur Gründung der Familiengenossenschaft Nordeifel-Euskirchen. Vorstandsmitglied Wolfgang Merten ergänzte, dass nicht zuletzt auch die Anfragen der Firmenkunden den Bedarf an einer solchen Einrichtung deutlich bestätigten.

Familiengenossenschaft

Jürgen Scholz, Vorstand der Familiengenossenschaft Münsterland eG, erläuterte die Vorteile einer Familiengenossenschaft.

Kein Wunder also, dass mittlerweile 17 Unternehmen und Institutionen aus der Region - hinter denen sage und schreibe über 2700 Mitarbeiter stehen - die Absichtserklärung zur Teilnahme an der Familiengenossenschaft unterzeichnet haben.
Als erste Stufe hierzu haben sie einen Kooperationsvertrag mit der Familiengenossenschaft Münsterland eG geschlossen. Deren Vorstand  Jürgen Scholz informierte in Schleiden über das Leistungsspektrum und auch die Kosten, die in Form einer Jahrespauschale für das jeweilige Unternehmen anfallen. Die Höhe der Pauschale ist abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter. „Für den einzelnen Mitarbeiter selbst sind die Leistungen kostenfrei“, so Jürgen Scholz. Dabei, ergänzte er, sei nicht begrenzt, wie häufig die Leistungen abgerufen würden.

Erklärtes Ziel der Kooperation sowie später auch der Familiengenossenschaft Nordeifel-Euskirchen ist die Unterstützung der Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen und Institutionen dabei, ihr Privat- und Berufsleben möglichst optimal vereinbaren zu können.

Fotos: Gempfer

Leitfaden „Beruf und Kind im Kreis Coesfeld”

Die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH hat einen Leitfaden entwickelt, der Betriebe und Beschäftigte bei der familienbewussten Arbeitsorganisation unterstützt.
Unter dem Titel „Beruf und Kind im Kreis Coesfeld“ informiert die digitale Publikation in kompakter Form über die besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen, die während der Schwangerschaft der Mitarbeiterin sowie während der Elternzeit und beim beruflichen Wiedereinstieg gelten.

Darüber hinaus legen die Wirtschaftsförderer mit dem Leitfaden eine umfassende Zusammenstellung der Adressen der Ansprechpartner in den Beratungsstellen und Kinderbetreuungseinrichtungen der Region vor. „Dieser Wegweiser ist dreifach wertvoll, weil er nicht nur den Eltern, sondern auch den Unternehmen hilft und zudem zeigt, dass unsere Region für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein gutes Pflaster ist“, sagt Landrat Konrad Püning über die 43 Seiten starke Broschüre. Die wfc gebe den Firmen somit wertvolle Informationen und zugleich gute Argumente im Wettbewerb um Fachkräfte an die Hand, denn die Angebote zur Kinderbetreuung seien zu einem wesentlichen Entscheidungskriterium bei der Wahl von Arbeitgeber und Wohnort geworden, ergänzt Püning.

„Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig es für ihre weitere Entwicklung ist, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Herausforderung der Vereinbarkeit von Kind und Beruf gut meistern können“, betont auch Dr. Jürgen Grüner. Der Geschäftsführer der wfc verweist darauf, dass die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin, neben der Freude über das bevorstehende Ereignis, sowohl für sie persönlich als auch für ihre Vorgesetzten immer einiges an Organisation bedeute. „Mit dem Leitfaden stellen wir den Beschäftigten und Arbeitgebern im Kreis Coesfeld eine Informationsgrundlage für die Planungen und Absprachen zur Verfügung“, erklärt er.

Welche Fristen gelten beim Mutterschutz? Welche Elternzeitmodelle gibt es, und was ist beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu beachten? Auf diese und viele andere Fragen gibt der Leitfaden „Beruf und Kind im Kreis Coesfeld“ Antwort. Dabei werden die Informationen für die Eltern und für die Betriebe separat aufgeführt. Somit können sie von beiden Zielgruppen schnell abgerufen werden. Wer sich noch eingehender informieren will, muss nicht lange im Internet recherchieren: Die wfc hat bereits viele Links zum Weiterlesen im Leitfaden verankert. Darüber hinaus weist die Broschüre mit der umfangreichen Zusammenstellung von Kontaktdaten den direkten Weg zu den einzelnen Beratungsstellen und Kinderbetreuungseinrichtungen in der gesamten Region. Auch über die Betreuungsangebote in der Ferienzeit und die jeweiligen Ansprechpartner in den Städten und Gemeinden des Kreises gibt der Leitfaden Auskunft. „Alle berufstätigen Eltern wissen, dass gerade die Betreuung in den Ferienzeiten nicht immer leicht zu organisieren ist“, erklärt Dr. Kirsten Tacke-Klaus. Die Projektleiterin der wfc ist im Kreis Coesfeld erste Ansprechpartnerin für alle Unternehmen, die eine familienbewusste Arbeitsorganisation aufbauen oder weiterentwickeln wollen und hat den Leitfaden konzeptioniert und realisiert.

Leitfaden „Beruf und Kind im Kreis Coesfeld”

Kinderbetreuung Flexi auch samstags geöffnet

Studentenwerks Siegen - wird erstmalig zum 3. Mai 2014 zusätzlich samstags ihre Türe öffnen. „An Samstagen müssen Studierende häufig Kompaktseminare besuchen und es findet sich keine Betreuungsmöglichkeit für die Kinder“, stellt Abteilungsleiter Rainer Schmidt vom Studentenwerk fest.

Flexi_Samstag

Diese Lücke wird nun durch das neue Angebot geschlossen. „Die Samstagsöffnung der Flexi ist zunächst als Probephase angedacht, um den genauen Bedarf festzustellen“, sagt Detlef Rujanski, Geschäftsführer des Studentenwerks Siegen.

In der Probephase wird die Flexi vorläufig bis 31. Juli 2014 samstags von 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet sein. Die Betreuungskosten betragen wie in den Zeiten von montags bis freitags je Doppelstunde für Studierende 3 Euro, für Uni- und Studentenwerks-Bedienstete 7 Euro und für ProfessorInnen 10 Euro. Auch Kinder von Nichthochschulangehörigen können samstags in der Flexi für 10 Euro je Doppelstunde betreut werden. Selbstverständlich steht auch samstags kompetentes Fachpersonal zur Verfügung. Der jeweilige Betreuungswunsch für den Samstag muss im Onlinebuchungssystem der Flexi spätestens 48 Stunden vorher angemeldet werden. "Die Samstagsöffnung der Flexi unterstützt besonders studierende Eltern dabei, trotz der Familienaufgaben das Studium erfolgreich absolvieren zu können", so Christina Klöckner vom Familienservicebüro.

Noch ein wichtiger Hinweis:
Bei der Flexi handelt es sich nicht um eine kommunal geförderte Einrichtung. Daher kann die Flexi auch bei Bezug des Betreuungsgeldes genutzt werden.

Nähere Infos unter:
http://www.uni-siegen.de/familiengerechte_hochschule/kombibox_aktuelles/servicetelefon.html

Ansprechpartner und weitere Informationen:
"Flexi" des Studentenwerks Siegen
Adolf-Reichwein-Straße 25
57076 Siegen
Tel.: 0271 / 740-4079
E-mail: flexi@studentenwerk.uni-siegen.de
Internet: www.studentenwerk-siegen.de

Stepke Kitas fördern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Im März eröffnete eine neue Stepke Kita in Wuppertal-Langerfeld. Die Kita in der Samostrasse ist damit die dritte Kinderbetreuungs-Einrichtung in Nordrhein-Westfalen des deutschlandweit aktiven Trägers STEPKE. Die Kita bietet Platz für 4 Gruppen mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren an, darunter auch Beleglätze für Unternehmensangehörige.

Der Stepke Träger bietet in jeder Hinsicht ein ausgewogenes pädagogisches Konzept an: Bewegung, Waldwandertage, musikalische Früherziehung, Ethik, gesunde Ernährung und Eltern-Kind Aktivitäten stehen an der Tagesordnung. Damit wachsen die Kinder einerseits mit Struktur und Werten auf, andererseits mit einer Toleranz zu Vielfältigkeit und einer ausgeprägten eigenen Individualität. Der angebotene Betreuungsschlüssel liegt über dem Landesstandard und flexible an den Bedarf der Eltern orientierte Öffnungszeiten erlauben eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Um das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mütter- und Väterbildung mehr zu forcieren hat der Stepke Träger seit einem knappen Jahr außerdem ein Projekt zum Aufbau von betrieblichen Kindergartenplätzen, inkl. Krippen und Horten gestartet. Im Rahmen des Projektes nimmt der Träger den Unternehmen jeglichen Aufwand ab, der bei der Gründung einer eigenen Betriebskita oder der Einführung einer anderen betrieblichen Lösung für Kinderbetreuung entsteht. Es wird ein Rund-um -Sorglos Paket angeboten, der sowohl die Immobiliensuche, Unterstützung bei der Antragsstellung als auch die spätere Administration mit umfasst. Die verschiedenen Module sind je nach Bedarf flexibel zu buchbar. Das Konzept sowie die Betreuungszeiten werden dabei auf den Bedarf im Unternehmen angepasst. Bei geringerem Bedarf an Kinderbetreuung besteht die Möglichkeit über einen Zusammenschluss mit weiteren Unternehmen aus der Umgebung eine neue Kita zu eröffnen. Stepke unterstützt die Unternehmen ebenfalls bei der Kooperationspartnersuche.

Die ersten Pilotprojekte in Hessen und Hamburg sind bereits in Planung. In einem Fall wird ein Betriebskindergarten für mehrere angrenzende Unternehmen realisiert und im anderen wird eine Notfall- und Wochenendbetreuung in einer öffentlichen Kita für Unternehmensangehörige eingerichtet. Das sind nur zwei der vielen Realisierungsmöglichkeiten. Beachten Sie bitte, dass der Träger kostenlose Beratungsgespräche zu dem Thema anbietet.

Ansprechpartnerin betriebliche Kinderbetreuung
Anna Jakovleva
+49 (151) 23 26 1690
a.jakovleva@stepke-kitas.de
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter: http://www.stepke-kitas.de/ueber-uns/betriebskitas

www.familienbewusst.de – Ist ein Informationsportal für interessierte Nutzer, die sich zu familienbewusst agierenden Kommunen, Unternehmen und Dienstleistern informieren möchten.

Das Portal unterstützt Kommunen zu den Themen des Fach- und Führungskräftemangels sowie der Landflucht der Menschen in die Großstädte. Familien und Unternehmen erhalten einen Zugang zu Informationen über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Organisation des Alltags, "lokal" für jede Stadt.

familienbewusst

Das Portal bietet einen kostenfreien Zugang für alle Familien.

Unter "Service in Ihrer Stadt" präsentieren Städte ihr familienbewusstes Image, allein auf Basis des vorliegenden Angebots an familienunterstützenden Leistungen. Das lokale Angebot von Stadtverwaltung, privaten Dienstleistern, Vereinen, bürgerschaftlichem Engagement, gemeinnützigen Unternehmen, Wohlfahrt, Kirche, Netzwerken, Institutionen sowie den familienbewusst agierenden Unternehmen spricht für die familienbewuste Ausrichtung.

Das Portal wirkt öffentlichkeitswirksam auf das Image der Stadt.
Unter "fb.de plus" präsentieren sich Unternehmen als familienbewusste Arbeitgeber und erhöhen somit ihre Attraktivität bei künftigen BewerberInnen. Ebenfalls präsentieren sich Unternehmen, mit einem Selbstbekenntnis zu ihrer gelebten familienorientierten Kultur. Das Portal ermöglicht so, den Kontakt zwischen Unternehmen und BewerberInnen zu den Themen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Das Portal bringt Unternehmen und BewerberInnen zu familienbewussten Themen zusammen.

Unter der Domain "familienbewusst.de", wirkt das Portal als ...

  • Marketinginstrument für Unternehmen und Kommunen
  • Wissen und Informationsmedium für Bürger und Unternehmen
  • Unternehmer-Netzwerk für Kooperationen

Zusammengefasst unterstützt das Portal ...

Bürger:

  • In der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  • In der Auffindbarkeit einzelner Informationen über die Suche im Internet (Erhöhung der Viralität).
  • Im Zugang zu Angeboten, die noch nicht mit einer Homepage im Internet vertreten sind.
  • Mit Informationen via Social Media Kanäle.
  • Mit einer unterstützenden Suche (Scout Funktion).

Unternehmen:

  • Über den freien Zugang zu den Informationen für Mitarbeiter, Führungskräfte und Unternehmer.
  • Nutzung der Angebote aus der Nachbarstadt.
  • Durch individuelle Beratung der Mitarbeiter (erweiterte Scout Funktion).
  • Durch Erreichbarkeit der Informationen auch über Social Media Kanäle.
  • Im Austausch und Netzwerkarbeit der Unternehmen.
  • In der öffentlichkeitswirksamen familienbewussten Darstellung des Unternehmens im World Wide Web.

Kommunen:

  • In der familienbewussten oder familien- und generationenfreundlichen Ausrichtung.
  • In der Darstellung einer lebenswerten Stadt.
  • Die Menschen/ Familien/ Generationen im Stadtgebiet zu halten.
  • Durch die transparente Abbildung an unterstützenden Leistungen für Unternehmen.
  • In der Präsentation ihrer Schulen, Kitas, Tagesmütter, Spielgruppen, Vereine.
  • Bürgerschaftliches Engagement zu initiieren und zu unterstützen.
  • Demografisches Bewusstsein bei Bürgern und Unternehmen zu entwickeln.

Dem Portal liegt die Familienphilosophie des "Gebens und Nehmens" zugrunde.

  • Kostenfreie Einträge der gem. Vereine, Netzwerke, bürgerl. Engagement, Kindertagesstätten und Spielgruppen.
  • Moderate Preise, bspw. für Tagesmütter, Hebammen.
  • Unternehmen finanzieren durch eine strategische Partnerschaft (ebenso moderat) die gemeinnützigen Einträge in ihrer Stadt, werben zugleich für ihr Unternehmen und fördern so das familienbewusste Image der Stadt.

Gern beantworten wir Ihre Fragen.
Kontakt:
familienbewusst.de
Annette Engel
Weidenweg 3
59192 Bergkamen
Fon: 02307 / 96 17 83
Mail: post@familienbewusst.de
www.familienbewusst.de

Neun Unternehmen erhalten das Zertifikat "Familienfreundliches Unternehmen im Kreis Höxter"

Neun Unternehmen erhalten das neue Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen im Kreis Höxter“ aus den Händen von GfW-Geschäftsführer Stolte und Projektleiterin Gabriele Hanke vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL. Hiermit werden sie für ihre familienorientierten Maßnahmen auszeichnet.

Im Mai hatten sich zehn Unternehmen aus dem Kreis Höxter unter der Begleitung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) und des Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL auf den Weg gemacht. Die Betriebe in einer Größe von 10 bis 2000 Beschäftigten hatten sich in Workshops zu familienfreundlichen Maßnahmen informiert und ihre Erfahrungen ausgetauscht. Im Rahmen einer Betriebsbegutachtung durch die Unternehmensberaterin Alexandra Wachendorfer wurde überprüft, welche Maßnahmen die Unternehmen ihren Beschäftigten zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen und welche sie für die Zukunft planen. Eine Jury, die sich aus regionalen Akteuren zusammensetzte, entschied schließlich über die Vergabe des Zertifikates. Familienfreundlichkeit sei ein Standortfaktor im Kreis Höxter. Familienfreundlichkeit zahle sich aus und spare Arbeitgebern echte Kosten, so Michael Stolte.

Das Thema Familienfreundlichkeit wird mehr und mehr zu einem harten Standortfaktor. Landrat Friedhelm Spieker betonte, dass attraktive Arbeitgeber, die eine familienbewusste Personalpolitik umsetzen punkten und ein hohes Ansehen in der Öffentlichkeit genießen. Die Kreisverwaltung Höxter hat sich ebenfalls für das Siegel „Familienfreundliches Unternehmen im Kreis Höxter“ beworben. Mit 650 Beschäftigten ist sie ein großer Arbeitgebender der Region. Sie möchten ein Vorbild als familienbewusster Arbeitgebender sein, so Landrat Spieker, denn auch die Kreisverwaltung spürt die Auswirkungen der demografischen Entwicklung, es werde immer schwieriger Personal zu bekommen.

Aufgrund des großen Erfolges ist für  2014 ist eine neue Zertifizierungsrunde geplant.
Das Siegel erhalten

  • Möbelwerke Decker
  • Katholische Hospitalvereinigung Weser - Egge gGmbH
  • Kreis Höxter
  • Sparkasse Höxter
  • Stadt Willebadessen
  • Steuerberater Klare, Beckmann, Will und Partner
  • Chemical Check
  • Kaiser Haus
  • Goeken Backen

Kontakt:

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung
im Kreis Höxter mbH
Corveyer Allee 7
D-37671 Höxter
Ansprechpartnerin:
Gabriele Hanke
Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Tel. +49 (0) 5271 9743-21
E-Mail: gh@gfwhoexter.de

Kanzlei "Senger & Kollegen Partnerschaft" mit Siegel "Familienfreundlicher Arbeitgeber" ausgezeichnet

Familienfreundlichkeit wird in der Kanzlei "Senger & Kollegen Partnerschaft" groß geschrieben. Die Rücksichtnahme auf familiäre Belange der Beschäftigten ist in der Kanzlei  selbstverständlich. Individuelle Absprachen zur Arbeitszeit sind jederzeit möglich. Durch die Mitgliedschaft in der Familiengenossenschaft Münsterland eG wird den Beschäftigten ein breitgefächertes Programm an Unterstützungsleistungen in verschiedenen familiären Lebenssituationen (bspw. Ferienbetreuung für Kinder, Pflege und Demenz, Unterstützung im Haushalt) angeboten. 

In einer betriebsnahen, von der Kanzlei mitgegründeten Kindertagesstätte besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, bevorzugt Betreuungsplätze  zu buchen. Die Kinderbetreuungskosten der Beschäftigten werden von der Kanzlei vollständig übernommen. Auch dem Thema Gesundheitsförderung wird eine hohe Priorität eingeräumt.

Die Kanzlei "Senger & Kollegen Partnerschaft" wurde 1960 gegründet und wird von Christiane Burholz und Christoph Nolte als Partner geführt und ist mit rund 20 Beschäftigten eine mittelgroße Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in Ennigerloh. Die Kanzlei zeichnet sich seit vielen Jahren für ihre Familienfreundlichkeit aus. So wurde sie im vergangenen Monat gleich zweimal als "Familienfreundlicher Betrieb" ausgezeichnet: Mitte Februar erhielt das Unternehmen bereits zum zweiten Mal das Zertifikat "Familienfreundlicher Arbeitgeber" der Bertelsmann Stiftung
und Ende Februar eine Auszeichnung, die von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf vergeben wurde.

Kontakt:
Senger & Kollegen Partnerschaft
Steuerberater
Friggepättken 8
59320 Ennigerloh
Tel.: 02524 93 09 0
Fax: 02524 93 09 99
E-Mail: info@stberater.de

Teilzeitausbildung als Instrument zur Nachwuchssicherung/ Fachkräfte-entwicklung in Kommunen, Best-Practice im Ennepe Ruhr Kreis

Das Bündnis für Teilzeitausbildung ist eine Initiative unterschiedlicher Akteure und Akteurinnen im Ennepe-Ruhr-Kreis, das diese Form des Berufseinstiegs gezielt bewirbt.

Unterstützt durch das Bündnis konnte bei einigen öffentlichen und privaten Arbeitgebenden Ausbildung in Teilzeit bereits  ermöglicht werden (so z.B. im Ennepe-Ruhr-Kreis bei der Kreisverwaltung sowie in Unternehmen in den Städten Hattingen, Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Gevelsberg).

"Die Rückmeldungen der beteiligten Unternehmen im Kreis sind bisher durchgehend positiv. Viele Ausbilder loben die Auszubildenden als verantwortungsbewusst und stufen sie im Vergleich zu Altersgenossen, die in ihrem Leben noch keine Verantwortung für Kinder oder Angehörige zu tragen haben, als reifer ein!", so Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr Kreises. Das Interesse an Teilzeitausbildung ist ein Beleg dafür, wie sinnvoll es sein kann, in bestimmten Lebenssituationen eine Alternative zur Ausbildung in Vollzeit zu suchen und so beispielsweise Kind und Ausbildung unter einen Hut zu bringen. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die zukünftigen Schwierigkeiten für Unternehmen, Auszubildende zu finden, ist das Teilzeitmodell für sie ein Weg, um für den Nachwuchs attraktiv zu sein und qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen.

Dem Bündnis gehören die SIHK, die Kreishandwerkerschaft, die Handwerkskammer Dortmund, die AWO, die HAZ Arbeit+Zukunft, die VHS Ennepe-Ruhr-Süd, due QuaBed, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter EN, das Kompetenzzentrum Frau& Beruf Märkische Region, das Netzwerk W(iedereinstieg) EN, der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Stadt Gevelsberg an.
Weitere Informationen unter:

http://www.gib.nrw.de/service/downloaddatenbank/TZA_Buendnis_EN.pdf

Kontakt:
Christa Beermann
Ennepe-Ruhr-Kreis
Kreisentwicklung und Beteiligungen
- Demografiebeauftragte -
- Koordinatorin Netzwerk W(iedereinstieg) EN -
Hauptstr. 92
58332 Schwelm
Tel.: 0 23 36/93 - 22 23
Fax: 0 23 36/ 93 122 23
C.Beermann@en-kreis.de
www.en-kreis.de, Stichwort Demografie

"Gut vereinbart – Betriebsnahe Kinder‐Tagespflege" bei der HÜCOBI GmbH

Die HÜCOBI GmbH hat mit Hilfe der Beratungsleistung der REGE mbH zum Januar 2014 das „Cobiland“ eröffnet. Damit hat die HÜCOBI GmbH als erstes Unternehmen in Bielefeld und innerhalb von drei Monaten ihre betriebliche Kinderbetreuung durch eine angestellte Tagesmutter sichergestellt. Diese betreut die unter Dreijährigen Kinder der Beschäftigten. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bietet diese Form der Umsetzung eine in der Größe passende und kostengünstigere Lösung als eine betriebliche Kindertagesstätte.

Hücobi

Die HÜCOBI GmbH – in der Mitarbeiterstruktur jung – bietet seinen 50 vor Ort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Kinderbetreuung kostenfrei an. Werden nicht alle Betreuungsplätze durch die eigenen Beschäftigten benötigt, so können Beschäftigte aus umliegenden Firmen ihre Kinder zur Betreuung
anmelden.

Damit wird den Eltern der Wiedereinstieg nach der Elternzeit erleichtert und für das Unternehmen die Rückkehrzeit verkürzt. Sie wissen, dass sie einen Betreuungsplatz sicher haben, der ohne zusätzliche Fahrtzeiten zu erreichen ist, und können im Notfall schnell agieren. Im Falle der HÜCOBI GmbH wurden zwei Büroräume für die Kinderbetreuung umfunktioniert, eine Rasenfläche am Gebäude wird durch einen Zaun gesichert und für die Kinder durch altersgerechte Spielgeräte attraktiv gemacht.

Realisiert durch das von der REGE mbH durchgeführte Landesmodellprojekt „Gut vereinbart –Betriebsnahe Kinder‐Tagespflege in Bielefeld“, das sich in weitere Projekte und Angebote zur familienfreundlichen Arbeitswelt, wie z. B. dem Vereinbarkeitslotsen einreiht. Dieses wird vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein‐Westfalen, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union und der Stadt Bielefeld gefördert. Zusätzlich wurde durch die HÜCOBI GmbH das Aktionsprogramm Kindertagespflege genutzt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert wird und die Festanstellung von Kindertagespflegepersonen unterstützt.

Kontakt:
HÜCOBI GmbH
Frau Schmitfranz
Oldernholz 6
33719 Bielefeld
www.huecobi.de

REGE Regionale Personalentwicklungsgesellschaft mbH
Regina Kistermann
Stephanie Kämmer
Niederwall 26‐28
33602 Bielefeld
www.rege‐mbh.de

Lebensarbeitskonto auf Vertrauensbasis – ein Beispiel aus der VR-Bank Nordeifel eG

Die VR-Bank Nordeifel eG ist ein genossenschaftliches Dienstleistungsunternehmen. mit 147 Bankmitarbeitern/innen. 1989 wurde mit dem Jobsharing die erste Maßnahme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingeführt.

Die VR-Bank unterstützt Mitarbeitende mit Familie durch Vertrauensarbeitszeit und individuelle Arbeitszeitmodelle, Heimarbeit, Telearbeit, Langzeitkonto, Teamarbeit, durch eine aktive Ermunterung von Vätern zum Eintritt in die Elternzeit (100%ige Erfolgsquote!) und durch ein Gesundheits- und Familienmanagement. Sie hat zudem die Bildung eines neuen Netzwerkes „Familie und Beruf“ in der Nordeifel initiiert und versteht sich dort als Impulsgeber.

„Obwohl der Kunde immer noch „König“ ist, dürfen die Mitarbeiter nicht auf der Strecke bleiben.“ So Gisela Caspers und Bernd Altgen von der VR-Bank Nordeifel eG . Um dies zu erreichen wird versucht ein angenehmes Arbeitsklima durch familienfreundliche Maßnahmen zu schaffen und dadurch viele Eventualitäten des Lebens in den Familien mit aufzufangen. 

Als besonders wertvolle Maßnahme bzgl. der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bezeichnen die Verantwortlichen der VR-Bank „Lebensarbeitskonto auf Vertrauensbasis“.

Grundlagen des seit dem 01.08.1996 in der VR Bank Nordeifel eG bestehenden Arbeitszeitmodells sind:

  1. Individuelle Lösungen für jeden Einzelnen
  2. Vertrauen in die Mitarbeiter/innen
  3. Verantwortung durch Teammitglieder und ihre Führungskräfte

Das Arbeitszeitmodell ermöglicht den Mitarbeitern ein höchstmögliches Maß an Freiheit und persönlicher Entfaltungsmöglichkeit. Es bietet einen hohen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit.

Jeder Mitarbeiter erfasst die Differenzzeit zur Regelarbeitszeit täglich selbst in einem persönlichen Zeitkonto. Das Zeitkonto wird jeweils vom 01. November bis zum 31. Oktober des Folgejahres fortgeschrieben. Die Stundenübersicht wird zweiwöchentlich dem Vorgesetzten zum Unterzeichnen vorgelegt. Es soll ein permanenter Ausgleich von Plusstunden bzw. Minusstunden innerhalb des Abrechnungsjahres erfolgen. Dabei ist allerdings wichtig, dass die Inanspruchnahme von Freizeiten nur nach Absprache innerhalb des Teams erfolgen kann, da die notwendige Betriebsbereitschaft immer gewährleistet sein muss.

Am 31. Oktober können zwei Tage auf das Langzeitkonto des Mitarbeiters übertragen werden. Das darüber hinaus gehende Zeitguthaben wird per 31. Oktober gestrichen.

Das Langzeitkonto bietet neben dem Zeitkonto ein höchstmögliches Maß an Flexibilität. Es ermöglicht das Ansparen von zusätzlichen Tagen für beispielsweise einen längeren Urlaub von vielleicht zwei bis drei Monaten oder die Möglichkeit, einige Monate früher in Rente zu gehen.

Durch das Zeitkonto haben die Mitarbeiter der VR-Bank Nordeifel eG den Freiraum, individuelle Termine eigenverantwortlich im Team abzustimmen und diese wahrzunehmen.

Die wichtigsten Erfahrungen hinsichtlich der Verwirklichung familienfreundlicher Personalpolitik :

  1.  Akzeptanz- und Nutzung unserer Maßnahmen in der Belegschaftsindsehr hoch.
  2. Die Mitarbeiter erfahren volle Unterstützung durch ihre kulturbewussten Führungskräfte
  3. Alles funktionierte bislang reibungslos aufgrund stringenter Projektorganisation.
  4. Ganz wichtig: frühzeitig die „Betroffenen“ (=Mitarbeitende mit Familienpflichten) zu Beteiligten machen, z. B. durch Personalbefragungen und Bedarfserhebungen!

Motto der VR Bank Nordeifel: „Wir benötigen motivierte, sogar begeisterte Mitarbeitende – Familienbewusstsein ist ein Medium, dies zu erreichen!“

Die Autoren Gisela Caspers und Bernd Altgen (Vorstandsvorsitzender VR Bank Nordeifel eG) sind in der Promotorengruppe der Aktionsplattform Familie@Beruf.NRW.

Kontakt:

VR-Bank Nordeifel eG
Gisela Caspers, Roland von Wersch
Am Markt 37
53937 Schleiden

Phoenix Contact - Betriebliche Beschäftigtenberatung berät in vielen Lebenslagen

Seit April 2012 bietet der Elektronikhersteller Phoenix Contact seinen 4000 Beschäftigten am Standort Blomberg eine persönliche und vertrauliche Beratung an. Dafür wurde eine neue Stelle im Unternehmen geschaffen.

Eine Sozialpädagogin hilft bei beruflichen Konflikten am Arbeitsplatz, bei privaten Problemen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung, Pflege und familiäre Notlagen, aber auch dabei, mit der eigenen Überlastung oder Erkrankung umzugehen. Sie ist eine neutrale Ansprechpartnerin bei Problemen in Familie und Partnerschaft, bei finanziellen Schwierigkeiten, Suchtproblemen sowie in akuten Krisen nach belastenden Ereignissen. Sie bietet Gespräche an, prüft, ob möglicherweise ein Therapeut vonnöten ist und verweist auf professionelle Ansprechpartner und Institutionen für weiterführende Hilfe. Alle Gespräche finden streng vertraulich statt, ohne dass Informationen an Dritte weitergegeben werden. Auf ausdrücklichen Wunsch vermittelt Sie auch in Konfliktsituationen mit KollegInnen, MitarbeiterInnen und Vorgesetzten.

Bei der Beschäftigtenberatung geht es in erster Linie um Prävention und um eine bestmögliche Entlastung der Beschäftigten. Sie wird von den Beschäftigten im Unternehmen sehr dankbar angenommen. Seit Beginn konnten schon ca. 160 Beschäftigte bei privaten und beruflichen Anliegen unterstützt werden.

Phoenix Contact

REGE mbH koordiniert Netzwerk für Pflege-Vereinbarkeit in OWL

Im Juni startete die REGE mbH Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Familienministerium NRW ein neues Kooperationsangebot für Unternehmen zum Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Das Projekt „Lernende Netzwerke für Pflege-Vereinbarkeit" in Ostwestfalen-Lippe, kurz LENO, ist der Inhaltstransfer und Ausbau einer bereits bestehenden Bielefelder Kooperation in der Region.

Bei dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie denkt man in erster Linie an die Betreuung von Kindern und die betriebliche Unterstützung von jungen Arbeitnehmern. Noch viel zu selten werden in Unternehmen Beschäftigte in den Fokus genommen, die Pflegeverantwortung haben. Diese stehen oft vor noch schwierigeren Rahmenbedingungen als Beschäftigte mit Kindern. Neben der Tatsache, dass eine Pflegesituation kaum planbar ist, sondern kurzfristig auftritt, haben viele pflegende Berufstätige, häufig Frauen, zusätzlich noch Kinder zu versorgen. Es ist an den Unternehmen, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und den Beschäftigten offen und mit Unterstützungsangeboten gegenüberzutreten. Durch die Entlastung der Mitarbeiter/innen kann die Bindung zum Unternehmen erhöht und gleichzeitig dem Mangel an Fachkräften entgegenwirkt werden

Das Netzwerk LENO wird hier ansetzen und den Aufbau dieses Netzwerkangebots von Bielefeld aus koordinieren. Das Angebot richtet sich an Unternehmen - besonders auch an Klein- und mittelständische Betriebe - Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften sowie interessierte Verwaltungseinrichtungen in der Region Ostwestfalen-Lippe.

REGE mbh - LENO

Generationennetzwerk Wuppertal

In Wuppertal gibt es für Unternehmen neuerdings konkrete Unterstützung für in „Not" geratene und dauerhaft überlastete Arbeitnehmer/innen. Monika Kasten, geschäftsführende Gesellschafterin des gemeinnützigen Generationennetzwerkes, bietet von der Kinderbetreuung in Randzeiten, über Abhol- und Bringdienste für Kinder und haushaltsnahe Dienstleistungen für Familien in Notfallsituationen bis hin zu Pflegedienstleistungen für ältere Menschen eine breite Palette von Dienstleistungen an.

In enger Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen gibt es sowohl Unterstützung für Eltern, z.B. eine Kinderbetreuung in den eigenen 4 Wänden, die Zubereitung von Mahlzeiten und die Begleitung zu ärztlichen Untersuchungen oder bei Freizeitaktivitäten als auch ähnliche Leistungen für pflegende Angehörige.

Generationennetzwerk Wuppertal

Betriebliche Kinderbetreuung - Vorbildliche Praxis aus NRW

Bereits auf dem letzten Aktionstag der Aktionsplattform Familie@Beruf.NRW in Düsseldorf war es ein Thema: Betriebliche Kinderbetreuung ist machbar und bei Eltern beliebt. Während Eltern ihre Kinder im Kindergartenalter ab drei Jahren meistens in einer Kindertageseinrichtung in ihrem Wohnumfeld betreut wissen wollten, nähmen sie für jüngere Kinder allerdings gerne ein betriebliches Betreuungsangebot in Anspruch, um in der Nähe sein zu können.

Dass sich die Einführung einer betrieblichen Kinderbetreuung im Ergebnis für alle Beteiligten durchaus lohnt, zeigen im Folgenden einige vorbildliche Praxisbeispiele aus NRW:

  • Gerry Weber International AG - Kita „Kids World"
  • Henkel AG & Co. KGaA - „Kleine Löwen"
  • Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG - Betriebskindergarten

Gerry Weber International AG - Kita „Kids World"

Die GERRY WEBER International AG hat mit der im August 2012 eröffneten Kindertagesstätte „KIDS WORLD" einen langgehegten Wunsch des Vorstandes und vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Rekordbauzeit von nur fünf Monaten verwirklicht.

Kita "Kids Worls"

Kita "Kids World"

In der Unternehmenszentrale in Halle/Westf. sind ca. 1000 Beschäftigte tätig, davon sind rund 80% Frauen. Ziel ist es, gut ausgebildete Fachkräfte zu halten und jungen Müttern nach der Elternzeit eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen. Eine wichtige Voraussetzung dafür: Eine ausreichende Anzahl an Kita-Plätzen und eine gute Qualität der Betreuung.

Interessant sind einige Merkmale, die die Gerry Weber Kita „Kids World" von anderen, ebenfalls modernen Kindertagesstätten in Deutschland unterscheidet.

Die Eltern wurden von Beginn an in die Planung einbezogen, so nahmen die Wünsche und Anforderungen sowohl an das Architekturbüro als auch an den Träger schnell Gestalt an. Mit den Öffnungszeiten richtet sich die Kita nach den Bedürfnissen der Beschäftigten. Sie öffnet von 7 bis 18 Uhr (Freitags bis 16 Uhr) und es gibt keine festen längeren Schließ- bzw. Ferienzeiten, außer an gesetzlichen Feiertagen. Insgesamt 20% der Plätze werden von Haller Kindern belegt, deren Eltern nicht im Unternehmen beschäftigt sind. Der Personalschlüssel ist mit 3-4 Pädagoginnen pro Gruppe höher als gesetzlich vorgegeben. Zudem arbeitet in jeder Gruppe eine Fachkraft, die ausschließlich Englisch mit den Kindern spricht. Das pädagogische Konzept berücksichtigt die Arbeit mit sehr jungen Kindern in besonderem Maße. Viel Wert wird auf eine gesunde Ernährung gelegt. Neben einem außergewöhnlich großzügigen Platzangebot mit Spielscheune und großem Außengelände sind die Kita-Tiere, die Zusammenarbeit mit dem Haus der kleinen Forscher, ein kunst- und musikpädagogisches Angebot etwas ganz Besonderes. Wichtig ist dem pme Familienservice als Träger zudem ein kontinuierliches Qualitätsmanagement und eine externe Zertifizierung.

Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG - Betriebskindergarten

Das Unternehmen Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG sieht den Betriebskindergarten als ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten und deren Kindern. Mit der Eröffnung der neuen »Tönnies DRK KiTa« dokumentiert das Unternehmen seine zukunftsgerichtete Unternehmensphilosophie.

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Seit August 2011 betreuen 15 pädagogische Fachkräfte insgesamt 50 Kinder. Von den 50 Kindern sind 21 Kinder unter 3 Jahre alt. Die Kita steht nicht nur Kindern von Beschäftigten der Firma Tönnies offen, es werden auch Kinder von Familien aus Rheda-Wiedenbrück betreut. Träger der Einrichtung, ist das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Rheda-Wiedenbrück e.V..
Die Kita ist von montags bis freitags in der Zeit von 6:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Dass die Kita auf der Vorstandsetage des modernen Verwaltungs- und Sozialgebäudes von Tönnies eingerichtet wurde, belegt die besondere Wertschätzung der betrieblichen Kinderbetreuung im Unternehmen.

Die 35- und 45- Wochenstunden Betreuungszeit können bis zu 10 Stunden täglich flexibel in Anspruch genommen werden und sind nach dem Bedarf der Eltern ausgerichtet, so dass den Eltern durch die langen Öffnungszeiten ein vergleichbar hohes Maß an Flexibilität bei der Betreuung ihrer Kinder gegeben wird.

Ein Schwerpunkt der Arbeit in der »Tönnies DRK-Kita« wird in der individuellen Sprachförderung gesehen, welche elementarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist. Bei der täglichen Arbeit sind Inklusion und interkulturelles Zusammenleben für die Mitarbeitenden der Kita von großer Bedeutung und werden zum Wohle der Kinder auch tatsächlich gelebt.

Henkel AG & Co. KGaA - „Kleine Löwen"

"Gerda Henkel" öffnete 1940 als einer der ersten Betriebskindergärten Düsseldorfs. Besonders Kinder alleinstehender Henkel-Mitarbeiterinnen, deren Männer im Krieg gefallen waren, sollten betreut werden. Heute ist die Arbeiterwohlfahrt Träger der Einrichtung, aber die meisten Jungen und Mädchen sind noch immer Kinder von Henkel-Beschäftigten. Im Zentrum steht die soziale Erziehung zu eigenverantwortlichen Menschen.

"Kleine Löwen"

Im Herbst 2008 wurde dann die zweite Kindertagesstätte „Kleine Löwen" eröffnet. Diese Kita betreut und fördert insgesamt 85 Kinder im Alter von 0,4 bis 6 Jahren in fünf altersgemischten Familiengruppen. Die Einrichtung ist wochentags von 7.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Mit dieser Kindertagesstätte hat Henkel sein Betreuungsangebot für Kinder, insbesondere für unter 3-jährige, deutlich erweitert, so dass qualifizierten jungen Eltern nach der Geburt ihrer Kinder eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglicht wird. In der Kita werden fünf altersgemischte Familiengruppen mit insgesamt 85 Plätzen eingerichtet. Jede Familiengruppe besteht aus 17 Kindern im Alter von 4 Monaten bis 6 Jahren. Davon sind drei Gruppen ausschließlich für Kinder von Henkel-Beschäftigten vorgesehen, zwei stehen Kindern aus der Nachbarschaft offen. Henkel hat in den vergangenen Jahren das Betreuungsangebot für Kinder stetig erhöht. Derzeit entsteht eine dritte Kindertagesstätte, die neben der „Kita - Kleine Löwen" im baugleichen Stil errichtet und im August 2013 eröffnet wird. Die Zahl der Kinderbetreuungsoptionen erweitert sich damit auf 240 Plätze.

Die Henkel AG & Co. KGaA unterstützt ihre Beschäftigten dabei, ihr berufliches Engagement mit der persönlichen Lebensplanung in Einklang zu bringen. Jeder Beschäftigte soll die gleichen Chancen haben, Karriere zu machen - unabhängig von der individuellen Lebensplanung. Henkel bietet daher vielfältige unterstützende Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Familiengenossenschaft Münsterland

  • Die Familiengenossenschaft Münsterland wurde im November 2012 in Münster gegründet.
  • An der Genossenschaft beteiligen sich Unternehmen. Diese Unternehmen müssen nicht selbst Genossenschaften sein, sondern können auch andere Rechtsformen haben.
  • Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Unternehmen bieten die Genossenschaft Leistungen an.
  • Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Münster. Die Leistungen werden im gesamten Münsterland (Stadt Münster und Kreise Coesfeld, Warendorf, Steinfurt und Borken) sowie in einzelnen Gemeinden in angrenzenden Kreisen angeboten.

 Die Genossenschaft unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch:

  • die Vermittlung von Kindertagespflegepersonen
  • die Vermittlung von Kinderbetreuung in den Schulferien
  • die Vermittlung von freiwilligen Seniorenbegleitern / Betreuungsassistenten
  • die Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen
  • die Vermittlung von lebensphasenorientierter Begleitung
  • Beratungsangebote rund um diese Themen.

Vorteil für die Unternehmen

  • Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität
  • Steigerung der Mitarbeiterbindung
  • Steigerung der Lebens- und Arbeitsplatzqualität in den Unternehmen der Mitglieder.

Vorteil für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Beratung über die passenden Möglichkeiten
  • Vermittlung ausschließlich qualifizierter Kräfte
  • regelmäßige Überprüfung der Qualität der vermittelten Leistungen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Familiengenossenschaft Münsterland eG (in Gründung)
Service-Zeiten: Montag, Mittwoch und Freitag - 9 bis 12 Uhr
Stefanie.Pfennig@FamGeno.de

Familiengenossenschaft Münsterland